Abwendung von Gefahren durch die Muna Löcknitz

Aufgrund der geringen Besiedlungsdichte durch den Menschen
ist das Schutzgut Mensch im Standort der HMA Löcknitz
generell nicht gefährdet.
(Schlussbericht von 1999 zur Muna-Sanierung. S. 307)

Geschichte der Muna Löcknitz

Die Heeresmunitionsanstalt Löcknitz war die zweitgrößte Abfüllstation für chemische Kampfstoffe im Dritten Reich. Ihre Abwasser wurden ab 1939 in den nahe der Muna befindlichen Regowsee geleitet. Der gegen Kriegsende vorgesehene Abtransport der Kampfstoffe war logistisch nicht möglich. 1946 wurde die gesamte Anlage durch das sowjetische Militär gesprengt. Das Gebiet ist stark mit Arsen und anderen Giftstoffen belastet. 1992 wurden die unsanierten Flächen zum Schutz der Bevölkerung eingezäunt. Von 1994 bis 1999 wurde eine Sanierung durchgeführt, die vor allem darin bestand, das kontaminierte Gebiet zu isolieren und die Ausbreitung des arsenbelasteten Wassers zu verhindern. Dazu wurden die Flächen teilweise mit Folien abgedeckt. Im Rahmen eines Wasser-Monitorings wird die Ausbreitung der Kontaminierung beobachtet. Das Monitoring stand zunächst in der Verantwortung des Landkreises, der es aufgrund der Krankheit einer Beamten nicht regelmäßig durchführte. Inzwischen wird das Monitoring von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben in Auftrag gegeben und durch den Betrieb für Bau- und Liegenschaften durchgeführt.

Engagement des Vereins Kulturlandschaft Blankensee e. V.

Der Verein Kulturlandschaft Blankensee e. V. hat begonnen, sich mit dem Problem der Gefährdung der Bürger durch das kontaminierte Gebiet zu beschäftigen. Zu diesem Zweck arbeitet der Verein mit der CDU-Landtagsfraktion zusammen, die seine Sorge um die Gesundheit der Bürger teilt. Der Verein hatte begonnen, Informationen zur Muna zu sammeln. Zunächst hatte der Verein bemerkt, dass das Muna-Monitoring nicht regelmäßig durchgeführt und Beträge zum Thema im NDR und in der Ostsee-Zeitung veranlasst. Weiterhin initiierte der Verein Kulturlandschaft Blankensee e. V. die Aktion Blaues Kreuz. Er hat einen Vertreter des Trink- und Abwasserzweckverbandes Uecker-Randow, Südost, eingeladen und die Veröffentlichung der Wasseranalysen erfolgreich angeregt. Eine hohe Arsenbelastung unseres Trinkwassers besteht nicht, auf komplizierte Schadstoffzusammensetzungen hin wird es allerdings nicht untersucht.  Der Verein Kulturlandschaft Blankensee e. V. hat die Unterlagen zum Wasser-Monitoring eingesehen und bereitet eine Informationsreihe vor, bei welcher Spezialisten in den Verein eingeladen werden sollen. Langfristig wird in Zusammenarbeit mit dem Landtag eine Beseitigung der für die Bevölkerung bestehenden Gefährdung angestrebt.

Impressionen von der Muna Löcknitz

DSC_0006

Erinnern und Vergessen

DSC_0010

Mais & Muna

DSC_0048

Uneingezäuntes Munagelände

DSC_0043

Muna-Ruinen

DSC_0064

Deutsche Wertarbeit

DSC_0079

Grüße vom Regowsee

DSC_0081

Memento mori am Regowsee

DSC_0098

Alte Abwasserleitung

DSC_0101

Idylle Regowsee

 

Advertisements